Himmelwärts in der Petruskirche Steinen

- 13.04.2024 - 

Themenreihe Frieden - wie geht das? - Wenn der Chef nervt

Himmelwärtsgottesdienst in der Petruskirche Steinen
mit Pfr. Ingo Meißner
 
Predigtreihe "Frieden - wie geht das?"
  1. Mit Gott alles paletti?
  2. Komme ich klar mit mir?
  3. Stress mit Familie und Nachbarn?
  4. Muss ich Chefs und Politikern gehorchen?
Predigt: Matthäuse 5, 39 - 45
 
Lieder:
  • FJbo 169: Majestät (Hier bin ich) CCLI-Nr.: 5445222
  • FJbo 142: Cornerstone (My hope is built on nothing less)  CCLI-Nr.: 6158927
  • FJbo 155: Komm, jetzt ist die Zeit, wir beten an CCLI-Nr.: 5229929
  • FJbo 160: Für den König (Alle Ehre König Jesus) CCLI-Nr.: 4902364
  • FJbo 136: Anker in der Zeit (Es gibt bedingungslose Liebe) CCLI-Nr.: 4326005
  • NL+ 74: Schalom, Schalom, der Herr segne uns CCLI-Nr.: 4334190
CCLi Liedlizenz 5100265
 

Predigt „Frieden – wie geht das? Wenn der Chef wieder nervt“

Himmelwärtsgottesdienst, Thema „Friede – wie geht das?“
(13. März 2024, Pfr. Ingo Meißner, Petruskirche Steinen)
 
Ein Chef, der Druck macht. Ein Chef, der nervt. Eine Angestellte, die sich stark unter Druck gesetzt fühlt. Ungerecht behandelt.
 
Wie soll man da in dieser Situation als Angestellte handeln? Mund halten, Augen zu und durch? Einfach runterschlucken? Aufbegehren, sich über den Chef beim Vorgesetzten beschweren? Direkt dem Chef ins Gesicht springen?
Und wenn es kein Chef ist - In irgendeiner Form hast du ja immer – wenigstens im übertragenen Sinn – eine «vorgesetzte» Person. Jemand, auf den du hören solltest. Dem du mit Respekt begegnest – oder begegnen solltest.
 
Das kann z.B. in einer Pflegesituation durchaus auch einmal die Pflegefachkraft sein, die dir sagt, was aus ihrer Sicht richtig für dich ist. Vielleicht pflegen dich auch deine Kinder. Die dann auch noch Sache besser wissen. Es gut meinen, aber dennoch auch nerven können.
Oder im Sportverein der Trainer, der durchaus auch mal nerven kann. Der diese ungeliebten Linienläufe anordnet. Und wo du überhaupt keinen Bock drauf hast. Und schon gar in dieser Hitze.
Oder zu Hause, wenn man noch jung ist, die Eltern, die im gewissen Sinn das Recht haben, in dein Leben hineinzusprechen. Dir auch mal Sache zu sagen. Vor allem, wenn du noch nicht volljährig bist.
Oder nehmen wir mal die Lehrer. Ich bin ja auch Lehrer. Und hier sitzen auch teils Schüler von mir. Da bin ich durchaus auch eine Autoritätsperson. Oder sollte es zumindest sein…
Oder nehmen wir unsere gewählten Politiker. Die Olaf Scholz & Cos. Die als Volksvertreter Dinge beschliessen, die auch nicht immer auf unsere Zustimmung stossen.
Oder nehmen wir als letztes Beispiel Menschen auf Rathäusern und Behörden. Die diesen Antrag immer noch nicht bearbeitet haben, ständig Vorschriften machen, was ich noch alles tun muss, um eine Leistung beziehen zu können.
 
So. Und nun sitzen wir hier im Gottesdienst. Und wir stellen uns die Frage: Wie kann hier Friede gelingen, wenn «der Chef wieder nervt». Wie kann ich hier die Ruhe bewahren, angemessen reagieren? Dies aus christlicher Sicht. 
 
Fangen wir mal bei Jesus an. Bergpredigt. Ihr kennt vermutlich alle die steile Aussage aus Mt 5,39. Ich lese es mal vor: «Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin!» 
Und kurz darauf sogar (Mt 5,44-45) «Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen! So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne für Böse wie für Gute scheinen, und er lässt es regnen für Fromme und Gottlose.»
 
«Wie Jesus? Wenn ich ungerecht behandelt werde, dann soll ich stillhalten? Es einfach hinnehmen? Ja, sogar denen, die mir Böse begegnen, noch Gutes tun? Für sie beten?»
 
Und wenn mir wirklich Unrecht geschieht? Wenn ich gemobbt werde? Wenn ich Missbrauch in unterschiedlichster Form erlebe? Wenn ich betrogen und belogen werde? Wenn mir Menschen nach dem Leben trachten? Wenn man mich bestiehlt, mich aus meinen Eigentum vertreiben möchte? Was auch immer. Muss ich wirklich stillhalten? Weil Jesus es so gesagt hat?
 
Diese extrem herausfordernden Sätze waren schon zu allen Zeiten ein echtes Problem, was Jesus damit gemeint hat.
Und manche Ausleger der Bergpredigt sagen, dass die Bergpredigt gar nicht als Handlungsanweisung für heute zu lesen ist. Sondern eher als eine Art politisches Manifest des Reiches Gottes, als eine hehre Idee, eine Utopie, die es so auf dieser Erde nie geben wird. Einfach so etwas, wie ein schöner Gedanke. So im Sinn von: wäre schon irgendwie schön… Aber funktioniert doch eh nicht… Realistisch kann das kein Mensch erfüllen, was Jesus hier sagt.
 
Und immer wieder versuchte und versucht man diesen radikalen Äusserungen die Spitze brechen, sie abzumildern, zu relativieren, weil es einfach zu heftig klingt. 
 
Doch dass es Jesus durchaus ernstmeint, zeigt er selbst in seinem Leben: Wo er auf Gewalt verzichtet. Wo er erduldet, erleidet, sich gefangen nehmen, sich schlagen und sogar letztlich ans Kreuz schlagen lässt.
 
Nachfolge heisst ja auch, so zu handeln wie Jesus. Ihn nachzuahmen. Ihm auch darin ähnlicher werden zu wollen. Und immer wieder mit Beispielen und Worten zeigt er, dass es beim Thema Nachfolge auch auf die schwierigen Aspekte ankommt. Dass zu Nachfolge auch gehört, den niedrigen Weg zu gehen. Den Weg des Knechts und nicht des Herrn. Den Weg des Dienens und nicht des Herrschens. Dass wir anderen nicht «die Köpfe waschen» sollen, sondern die Füsse.
 
Die Anweisungen Jesu in der Bergpredigt sind – und ist meine tiefste Überzeugung - als erfüllbar gedacht. Und von Jesus durchaus auch so gemeint.
Und immer dann, wenn es uns gelingt, so wie Jesus zu handeln, das Reich Gottes sich immer mehr ausbreitet, sichtbarer wird. In unseren Worten und Taten. Den Taten, die uns leichtfallen. Und den Taten, die so völlig gegen unseren Strich gehen. Wo sich alles in uns wehrt. Sich sträubt. Herausfordernd – oder?
Ich mute euch jetzt noch mehr heute Abend zu. Noch mehr Herausforderung. 
 
Nehmen wir mal den 1. Petrusbrief, Kapitel 2,12 ff.: «Lebt so vorbildlich, dass die Menschen, die Gott nicht kennen, darauf aufmerksam werden. Durch euer Verhalten sollen selbst die überzeugt werden, die euch bösartig verleumden… Denkt daran: Der Herr will, dass ihr euch den menschlichen Ordnungen und Gesetzen fügt. Ordnet euch dem Kaiser unter, der das Land regiert, und auch seinen Statthaltern. Denn sie haben den Auftrag, diejenigen zu bestrafen, die Gesetze übertreten, und die zu belohnen, die Gutes tun. Gott will, dass ihr durch euer vorbildliches Verhalten alle überzeugt, die euch aus Unwissenheit oder Dummheit verleumden.»
 
Auch Paulus geht genau in diese Richtung. Er sagt in Römer 13, dass die staatlichen Gewalten von Gott eingesetzt sind, Recht zu sprechen, zu regieren und zu bestrafen.
Oops – auch den staatlichen Obrigkeiten sollen sich die Christen unterordnen? Weil Gott sie eingesetzt hat, Recht zu sprechen und zu regieren. Also nichts mit Reichsbürgertum, Klimakleber und so?
 
Und noch einmal bei Petrus ein paar Verse weiter etwa ein Wort an die Sklaven. Also im gewissen Sinn an die «arbeitende Bevölkerung». Petrus schreibt: «Ihr Sklaven, ordnet euch euren Herren mit der notwendigen Achtung unter, nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch den ungerechten. Es ist ein besonderes Geschenk Gottes, wenn jemand deshalb Böses erträgt und Unrecht erduldet, weil er in seinem Gewissen an Gott gebunden ist. … Erträgt aber jemand Leid, obwohl er nur Gutes getan hat, dann ist das ein Geschenk Gottes. Dazu hat euch Gott berufen. Denn auch Christus hat für euch gelitten, und er hat euch ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt.»
 
Also auch wenn es ungerecht zugeht? Stillhalten? Als Zeugnis für Jesus? Als Form der Nachfolge? Und es waren damals ja nicht wie heute durchs Volk demokratisch gewählte Politiker, die sich um Recht und Gesetz mühen, sondern durchaus Despoten, Diktatoren und Unrechtsherrscher. Und dennoch soll man nicht gegen diese vorgehen, sondern sie nach Möglichkeit unterstützen?
 
Petrus: wie kannst du das nur sagen! Paulus: was soll das mit dem Unterordnen? Das kann doch nicht Ernst gemeint sein! Und ist es doch…
 
Genau so, wie Jesus es vorgelebt habt. Den niedrigen Weg zu gehen. Und wenn dir einer auf die eine Wange schlägt, so halte ihm auch die andere hin…
Diese extreme Zumutung Jesu, die Zumutung des Petrus und Paulus kann und werde ich heute Abend leider nicht ganz auflösen können.
 
Ja, wir können aufbegehren, uns wehren. Doch immer dann, wenn wir trotzdem Widerstand leisten, gegen persönlich erlittenes Unrecht angehen, sind wir schnell dabei, uns irgendwie schuldig zu machen. Gegenüber Gott – und dem anderen. 
An diesem Gedanken sind übrigens schon viele Christen vor uns fast verzweifelt. Vor allem, wenn wirkliches Unrecht geschieht. Und manche wenden sich dann von Jesus ab uns sagen: «dieses weichgewaschene Christsein, dieses zahnlose Tigertum, diese ständige Friedensrede. Dieses ständige Beharren auf Gewaltverzicht – das ist zu viel für mich. Damit möchte nichts zu tun haben…»
 
Nun möchte ich nicht dabei stehen bleiben und einen Weg aus dem Dilemma von «Widerstand und Ergebung» anbieten.
 
Der eine ist: wenn anderen Unrecht passiert. Wenn andere zu schaden zu kommen. Sei es durch staatliche Gewalt, durch Mobbing von Chefs, durch Missbrauch usw. 
Wir dürfen uns aus Verantwortung für andere, für Schutzbefohlene, für die Schwachen und Hilfsbedürftigen einsetzen. Jesus tat es auch. 
Anderen helfen, dass sie zu ihrem Recht kommen. Uns für andere einsetzen. Verantwortung für andere, übernehmen, dass offensichtliches Unrecht eben nicht einfach so stattfindet.
Wo die Würde anderer mit Füssen getreten wird. Wo wir uns für andere aus Nächstenliebe einsetzen. Für die Familie. Für unsere Freunde. Immer dann, wenn wir Unrecht bei anderen wahrnehmen.
Aber auch hier sind den Mitteln, die wir zum Widerstand anwenden, Grenzen gesetzt. Nicht alles ist erlaubt.
Doch das Thema ist heute nicht, wenn ich erlebe, dass der Chef andere nervt. Und wie ich da verhalten soll. 
Sondern: wenn der Chef mich selbst nervt. Sich mir gegenüber gut oder schlecht verhält. Wenn mir empfundenes oder tatsächliches Unrecht geschieht.
 
Kann, darf ich als Nachfolger Jesu hier Widerstand in eigener Sache leisten? Mit aller gebotenen Vorsicht sage ich jetzt: ja. Und: es kommt darauf an…
 
Hier sind ein paar Schritte, die ich als hilfreich erachte. Und die auch für euch hilfreich sein könnten…
 
Mach dich deiner Verletzungen bewusst
Halt erst mal inne. Nimm erstmal wahr, wenn du dich ungerecht behandelt fühlst. Drück diese Gefühle nicht weg. Wie geht es dir damit? Man darf und soll auch was sagen, wenn ich mich von anderen verletzt fühle. Ich habe auch eine Verantwortung für mich selbst. Und die kann mir keiner abnehmen.
 
Denke nach
Dann handle nicht einfach aus dem Gefühl der Verletztheit heraus, sondern denke erstmal nach: Wo ist es vielleicht berechtigt, runterputzt zu werden? Ja, vielleicht stimmt der Ton nicht. Aber wo mag auch etwas Berechtigtes dran sein? Denke darüber nach: ist es wirklich der nervende Chef, oder nervt es dich einfach, dass da einer ist, der dir überhaupt etwas sagt? Wie teamfähig bist du wirklich? Oder willst du lieber selber Chef sein willst, als dir von anderen etwas sagen zu lassen?
Also:     wenn ich offensichtlich Fehler begangen habe, dann brauche ich nicht den Chef dafür verantwortlich machen, sondern sollte erstmal an mir und meinen Haltungen arbeiten.
 
Sprich mit Gott darüber
Die Bibel ist voll von Erzählungen, wo Menschen erstmal nach dem ersten Welle des Frustes, der Enttäuschung, des Unrechts Gott ihr Leid klagten. Sich an ihm festklammerten. Das hat auch was mit Seelenhygiene zu tun. Gott kann das aushalten.
 
Da ist z.B. ein David, der sich in einer Situation, wo alles gegen ihn ging, erstmal «im Herrn stärkte», ihm sein Leid klagte und um Weisheit bat, nun die richtigen Schritte gehen zu können. Und dann innerlich ruhiger wurde, von Gott ein Wort der Weisheit empfing und dann angemessen und ruhig handeln konnte. 
Heute in der Losung stand das Wort aus Daniel 6: «Der lebendige Gott ist ein Retter und Nothelfer». Glaubst du das? Dann geh zu diesem Nothelfer!
Geh zu diesem Gott, der auch ein Fels und deine Stärke sein möchte. Schutz und Schirm. Und lass dir von ihm zeigen, was die nächsten Schritte sein können. Und traue ihm zu, dass du dann nicht alleine kämpfst, sondern siehst, wie der Herr für dich streiten wird.
Du kannst auch für diesen komischen Chef beten, ihn segnen. Ihm Gutes zusprechen. Das kann auch helfen, dass du innerlich ruhiger wirst. Du kannst dir zeigen lassen: Gott liebt auch diesen schwierigen Menschen… Nicht, was er getan hat – aber dennoch den Menschen an sich… 
Lass dir von Gott die innere Ruhe schenken. Und dann aus der Ruhe heraus…
 
Suche das direkte Gespräch - eventuell auch mit Unterstützung - mit dem «Chef»
Wenn du möchtest, dass sich was ändert, führt kein Weg daran vorbei, das direkte Gespräch zu suchen.
Die einfache Erkenntnis ist: wenn der Chef es nicht weiss, wie es dir geht, wird sich vermutlich auch nichts ändern. 
Es nützt nichts, zu Hause mit Freunden einen Wohnzimmeraufstand zu proben. Sich zu Hause darüber - auch mit anderen - aufzuregen. Hat auch was mit Seelenhygiene zu tun und kann insofern helfen.
Doch ersetzt es nicht das direkte Gespräch. Und wenn es für dich zu schwer ist, dann such dir Menschen deines Vertrauens, die dich da begleiten. Vielleicht auch für dich sprechen.
 
Führe das Gespräch mit grösstmöglicher innerer Ruhe
Das kann sehr schwer sein. Eben, weil es häufig um empfundene starke Verletzungen geht. Doch lass dir auch hier von Gott vor dem Gespräch die innere Ruhe und die Weisheit schenken, die Dinge offen anzusprechen. Aber in Besonnenheit. Nicht mit heissem Blut und verletzende Worten, sondern mit einem kühlen Kopf. Auch wenn es schwerfällt. Vielleicht hilft dir der Gedanke: wie würde Jesus jetzt an meiner Stelle handeln? Wie kann ich liebevoll, aber auch offen, respektvoll und bestimmt Dinge ansprechen?
Mir hilft es in herausfordernden Situation auch, dass ich während des Gesprächs innerlich ins Gebet gehe…
 
Und wenn das alles nichts nützt?
Wenn der andere nicht hören will? Ich kann dem anderem einen Dialog nicht aufzwingen.
 
Dann gilt der Dreiklang: Change it - take it - leave it. Verändere es – lebe damit – oder verlasse die Situation.
 
Also, wenn sich nicht wirklich was verändert, dann ist die nächste Frage: kann ich es irgendwie akzeptieren, wie es ist und damit leben? Ohne dass ich innerlich kaputtgehe? Gott kann dir auch dazu die nötige Kraft schenken. 
Ein Bekannter von mir war in einer sehr herausfordernden beruflichen Situation. Ein cholerischer Chef. Ungerecht. Unbeherrscht. Aber es war dennoch sein Platz. Und konnte sich von Gott immer wieder neu Frieden schenken lassen. Für diesen Chef beten. Ihn segnen. Und nach über 10 Jahren gab es plötzlich eine Veränderung. Und der Chef änderte radikal seine Verhaltensweise und es kam letztlich gut raus. Eine Gebetserhörung. Ein Dranbleiben und die Situation erstmal annehmen wie sie ist. Das ist alles andere als einfach. Aber kann ein Weg sein.
 
Und wenn das kein Weg für dich ist? Wenn du die Situation weder verändern, noch damit leben kannst?
 
Dann gibt es nur noch die Möglichkeit, zu gehen. Von dir aus einen Schlusstrich zu ziehen. Oder wie die Jünger Jesu einmal von Jesus gesagt bekamen: wenn euch die Menschen nicht aufnehmen wollen, dann schüttelt den Staub aus euren Mänteln, verlasst die Situation und geht dahin, wo sich die Leute über eure Anwesenheit freuen.
Diese Schritte können ein Weg sein, zu mehr Frieden mit deinem Chef, mit den dir vorgesetzten Autoritäten.
Aber die Spannung zwischen persönliches Unrecht erleiden und es offen und direkt anzusprechen und dagegen anzugehen werden wir leider nicht ganz auflösen können.
Doch möchten wir dich als Gemeinde mit dem, was jetzt vielleicht bei dir innerlich so hochgekommen ist nicht im Regen stehen lassen. Sondern dir einen Regenschirm anbieten. Ganz praktisch. Den Segensschirm Gottes.
 
Du darfst dich gleich während der Musikzeit unter einen der Schirme stellen, die hier vorne oder auch hinten zu sehen sind. Es stehen Beter für dich mit Schirmen. Und du darfst dir von Gott seinen Segen, seinen ganz persönlichen Schutz zusprechen lassen. Begib dich bewusst unter seinen Schutz und Beistand.
In Psalm 91,1 heisst es: „Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden.“
Das stimmt. Das habe ich schon vielfach erfahren. Und auch viele andere, die ihre Hoffnung ihr Vertrauen auf diesen beschirmenden und beschützenden Gott setzen.
 
Oder du kannst du den Beterinnen hinten vor dem Ausgang gehen, deine Anliegen nennen und für dich gezielt beten lassen.
 
Oder du kannst nach dem Gottesdienst auf Menschen deines Vertrauens zugehen und sie um Rat fragen und vielleicht auch ganz praktischen Beistand, in dem, was dich eben gerade so belastet.
Verschiedene Möglichkeiten. Halte dich Gott mit deinen Anliegen hin. Er wird hören. Amen.